Verteilung Biomasse

 

Großeinkauf der Biomasse

Großeinkauf der Biomasse

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Die von einer Arbeitsgruppe im VEK gestartete Initiative des zentral organisierten Einkaufs der Biomasse geht auf das Jahr 2008 zurück. Die Fernheizwerke haben die Genossenschaft per Mandat mit dem Einkauf der Hackschnitzel beauftragt. Die Genossenschaft handelt die Lieferverträge mit den Anbietern (Händlern bzw. Sägewerken direkt) aus. Die Verkaufspreise werden laufend an die Marktsituation angepasst. Durch den Bezug und die Abnahme von Großmengen können wirtschaftlich interessantere Preise erzielt werden. Die einzelnen Heizwerkgenossenschaften erhalten zudem logistische und organisatorische Unterstützung.

In den Vinschger Fernheizwerken werden im Jahr ca. 150 Mio. kWh Wärme mit Biomasse erzeugt und an 3.300 Haushalte und Betriebe verteilt. Es werden dabei jährlich ca. 230.000 Schüttraummeter Hackschnitzel verfeuert. Die Biomasse kommt zu 40% aus Südtirol (davon 10% aus dem Vinschgau) und 60% von außerhalb des Landes (vorwiegend aus der Nachbarprovinz Trient).

Die Steigerung des Biomasseanteils aus dem Vinschgau wird stets im Auge behalten. Nach dem Motto „hausgemachte Hackschnitzel als Rohstoff für Fernwärme“ zuerst, wird stetig an der Verbesserung des lokalen „Bringsystems“ gearbeitet. Voraussetzung zum guten Gelingen dieses Bringsystems ist die enge und verlässliche Mitarbeit der Waldbesitzer. Das sind zum Großteil die Gemeinden und Fraktionen, aber auch einige Private. Die gute Zusammenarbeit mit der Forstbehörde ist ebenso ausschlaggebend.

Zuletzt hat man erkannt, dass die Koordinierungsarbeit zwischen dem VEK und den Fernheizwerken allgemein verbesserungswürdig ist. Ein eigener Koordinator soll eingesetzt werden, der den gesamten Zukauf und die Verteilung steuert. Lediglich der Bezug des lokalen Anteils im jeweiligen Einzugsgebiet wird den Heizwerken selbst überlassen.